Toen Kanaren 2012

Tag 7: Easy cruising     Wie jeden Tag, zu spät aufgestanden und später als geplant losgefahren. Die Hälfte der Crew noch im Pyjama fuhr Skip Hangi bereits mit Volldampf Richtung Santa Cruz los.     Zu Beginn ging es entlang der Küste, wo uns eine eindrucksvolle Felsenlandschaft präsentiert wurde, erstaunlicherweise sogar mit Fenstern im Fels (sah zumindest so aus).     Alle, bis auf Sandro, der mehr oder weniger die ganze Überfahrt verpennte, bewunderten einen einsamen Bauernhof in einem kleinen Tal und überlegten sich, doch noch als Einsiedler alt zu werden.     In Santa Cruz angekommen, wurden wir von ECC-Yachts bereits in Empfang genommen. Das Anlegenmanöver klappte fast blind, obwohl Hangi bis zum letzten Augenblick noch mit gesetzten Segeln in den Hafenplatz fahren wollte. Natürlich zum Erschrecken der Senior-Segler, die sofort ihr Veto einlegten.   Die Abnahmekontrolle lief reibungslos und wir konnten auch schnellst möglich mit dem Ankerbier starten. Sofort ging es mit der Vernichtung der letzten Proviantreserven los, welche bis zum Ende des Abends bis auf ein Mininum geschrumpft war. Die Menge der Vernichtung zeigte sich an der exorbitanten Erweiterung der Bauchumfänge einzelner Matrosen. Es wurden nebst Vor- Vorvor und Vorvorvorspeise, rund 1.5kg Spaghetti vertilgt. In gleichem Masse vollbrachte die Crew das Kunststück, die ungleich grössere Menge flüssiger Reserven nicht ein Opfer der nächstentags aufrückenden spanischen Reinigungstruppe werden zu lassen.   Somit nimmt eine Super-Segelwoche mit einer Supercrew und einem Superskipper in einem Superrevier mit Superwind und -wellen auf einem Superboot ein Ende und bleibt uns mit superhartnäckigen Salzkristallen auf Mensch und Material noch lange in Erinnerung.

Tag 6: Ohhh Epi Day…..

Nachdem wir am Morgen wieder mal nicht ganz so flott in die Gänge kamen wie geplant, gelang Kapitän Hangi trotzdem ein lupenreines Ablegemanöver. Um der Schikane vom Vortag gerecht zu werden, legten wir gleich noch einmal an der Reception an (MIT BOOT) und meldeten uns vorschriftsgemäss ab.     Wir hatten optimales Segelwetter und kamen sehr gut voran, obwohl wir zuerst im Windschatten der Insel mit dem Motor Vortrieb generieren mussten. Sobald wir den Windschatten verlassen hatten, kamen die 5-6bft zum Zug und gemütliches Segeln mit durchaus herausforderndem Raumwind war angesagt. Die meiste Zeit übernahmen Rene und Stigi das Steuer, nicht aus Kompetenzgründen, sondern um das Gefühl für das über die Wellen „eiernde“ Schiff (Raumwind) zu vertiefen.   Wieder zurück in Puerto de Mogan, ankerten wir neben der stadtbekannten Maxim, welche für jede Lebenslage einen guten Tip im Köcher hatte (und auch so aussah) so auch für unseren eher kriminellen Bootsaustieg. Ein wenig Mut und Rhythmusgefühl vorausgesetzt, war man in der Lage, das Boot zu verlassen, sonst plumps bzw. platsch. Für jeden Ein- oder Ausstieg musste man das Schiff rund einen Meter in die Nähe des Piers ziehen, um nicht Gefahr zu laufen, sich ernsthaft zu verletzen und zudem einen zynischen Kommentar von Maxim (die auch in der eingesetzten Dämmerung nicht besser aussah) zu kassieren.     …und wir singen zusammen… Oooohhh Epi Day……

Meine Brüder und Schwestern, ihr wisst, unser Crewmitglied Epi feierte Geburtstag, also sendet ihm eure brüderliche und schwesterliche (nicht so wie ihr denkt) Liebe.     Auf dem Höhepunkt des Abends, hat uns Epi zum Abendessen eingeladen, auf Empfehlung von Maxim( die inzwischen nicht nur optisch sondern auch akustisch versagte) im Calypso (3. Brücke rechts).Nach dem Calypso gings noch in die Schlangenbar (eher Kinderkrippeninterieur mit lustigen Tierfigürchen) um einen optisch exzellenten aber deutlich zu kalten Tequilla Sunrise zu geniessen.   Nachdem das Auffüllen unseres Tanks ein grosses Loch in die Bordkasse gerissen hatte (12h bei 9bft mit Gegenwind nach Fuerteventura gedieselt), war die Crew dankbar um Epis grosszügige Einladung nach dem Motto: lieber billiger Wein als teurer Diesel   Schinkenbrot war vermutlich in einer Weiterbildung oder einem Kochkurs, wir haben ihn nämlich nicht angetroffen um uns vom ihm zu verabschieden.

 

Tag 5: Wale sollte man nicht rammen

 

Zur üblichen Zeit war der grösste Teil der Crew bereits Wach und machte sich bereit für die Abfahrt. Nach Komplettzerlegung der Pumptoilette, bedingt durch zu grosse Fäkalemissionen, konnten wir die Abfahrt nur leicht verzögert antreten. Hangi hat wieder mal seine polyvalenten Fähigkeiten unter Beweis gestellt und stand trotzdem mitten in der Scheisse.

Als Tagesskipper waren Laurent und Rene bestimmt, welche das Ablegemanöver souverän durchführten. Mit leichter Fahrt und zu Beginn mit dem Motor, tuckerten wir langsam Richtung Gran Canaria. Nach kurzer Zeit waren dann auch die Segel gesetzt und es ging ziemlich flott vorwärts.

Nebst millionen von Frachtschiffen, machten wir auch Bekanntschaft mit einem riesigen Wal, der partout unsere Vorfahrtsrechte nicht beachten wollte. Wir gaben klein bei und wichen aus, jedoch war die Kollision nur haarscharf verhindert worden. Es gibt Leute, die verlieren wegen sowas ihren Führerausweis….

Über rund 30min begleitete uns noch eine Horde spielwütiger Delfine, die ausserdem beinahe unseren Tages-Co-Skipper (Rene) ausser Kraft setzten. Er war derart begeistert, dass es ihn glatt von den Beinen riss. Zum Glück ist ihm und dem Boot nichts Schlimmes passiert und unser Boardarzt konnte auch sofort einen Schnelluntersuchung durchführen und keine gröberen Beschädigung diagnostizieren.

Auf halber Strecke, vollbrachte die Bordküche unter äusserst erschwerten Bedingungen, eine weitere Glanzleistung und zauberte mit einfachsten Mitteln ein delikates Tonmousse hervor.

Kaum zu glauben aber wahr, keiner wurde nur annähernd seekrank und allen ging es über die ganze Zeit der Überfahrt blendend, trotz meterhohen Wellen.

Im Hafen von Las Palmas angekommen machten wir unseren Skip (Hangi) auf die Anmeldung aufmerksam. Kanal 11 wärs gewesen, hätte Hangi denn darauf Wert gelegt sich korrekt zu verhalten. Natürlich unterliessen wir es uns korrekt anzumelden und suchten zuerst einen geeigneten Anlegeplatz. Dieser war auch sofort gefunden und das Manöver eine Kleinigkeit. Leider hatten wir die Rechnung ohne den Hafenmeister gemacht. Dieser machte uns darauf aufmerksam, dass wir uns SOFORT bei der Reception melden sollen und zwar MIT BOOT. Also alles wieder ablegen und mit dem Schiff 50m zurück zur Reception. Der Hafenmeister war äusserst zuvorkommend und half uns tatkräftig dabei unser Anlegemanöver weniger effizient zu gestalten aus geplant, da er ständig mit sein Kack-Dinghi unser Boot gegen die Mole schob. War zwar nett gemeint, aber absolut kontraproduktiv.

Nach dem Hangi und Sandro die Anmeldung im Büro des Hafenmeisters erledigt hatten (Sandro war dabei falls es zur Schlägerei kommen sollte), wurden wir von demselbigen an den korrekten Platz geführt. Oh Wunder, es war der gleiche Platz den wir uns kurz zuvor auch ausgesucht und bereits vollständig angelegt hatten. Es ist davon auszugehen, dass der übermässig gebräunte, missmutig wirkende Typ, uns schlicht nur ärgern wollte.

Der ganze Trip belief sich auf 60nm mit ca. 7kn Durchschnittsgeschwindigkeit und etwa 1000 Höhenmeter.

Während ein grosser Teil der Crew wieder einmal duschen ging (2 tage lang war italienisch duschen angesagt) machte sich die Kombüse an die Arbeit und fing an die Vorspeise zuzubereiten. Das Essen hat allen geschmeckt und wieder ist ein Teil unseres Proviants sinnvoll verwertet worden.

Die Duschen und WCs sind wie es sich für einen modernen Hafen gehört mit einen High-security Schloss ausgerüstet. Wie es sich für Spanien gehört, basiert dieses High-Security Schloss mehr oder weniger auf einem kaputten Zylinder, den man nur mit sehr viel Fingerspitzengefühl öffnen kann.

Vollgefressen und volltrunken, begeben sich auch die Schreiber dieser letzten Zeilen in ihre zu engen Kabinen und beginnen von Delfinen zu träumen, ausser Rene, der träumt von einem Sturz in eine Gletschterspalte.

Tag 4: Chill Baby

 

Nach der kraftraubenden Überfahrt vom Vortag, mussten wir ein bisschen entspannen. Ausserdem musste sich Rolli, unser Neuankömmling, zuerst eingewöhnen und das Team kennenlernen.

Der Tag wurde mit mehr oder weniger Nichtstun verbracht. Nachdem am Morgen alle ausgeschlafen waren, machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg das Dörfchen zur erkunden. Weit kamen wir nicht. Es fand sich schnell eine Beiz mit einem Zapfhahn, die nebst schlechten Hambugern, auch noch ranzige Nüsse auf der Karte hatten. Es versteht sich von selbst, dass trotzdem alles gegessen wurde, mit der Konsequenz, dass einige Konsumenten mit erweiterten Gasproduktionen zu kämpfen hatten.

Nebst Kleinigkeiten wie Wasser auffüllen und die nötigsten Besorgungen erledigen, machten wir Bekanntschaft mit leicht durchnässten und ziemlich abgekämpften Polen, die die gleiche Strecke von Gran Canaria Richtung Fuerte ohne Motor bewältigt hatten. Chapeau!!! In Anbetracht der Unterwäsche die auf den Schiffen getrocknet wurde, waren wir äusserst beeindruckt.

Wie nicht anders zu erwarten war das polnische Boot voller Wodka (in Flaschen und in Menschen). Im Tausch gegen Internetzugang, kamen in den Genuss, die angeblich beste Flasche vollständig zu leeren. Ab diesem Moment war das Eis gebrochen, aber nur auf unserer Seite. Auch unsere frisch gekaufte Smirrnoff Flasche musste fast vollständig dran glauben. In Kombination mit einer leckeren Gaspazio übrigens eine äusserst kreative Kombination.

Zum Nachtessen begaben wir uns in die nächste Hafenbeiz und assen eine vorzügliche Paella mit Gambas Allioioioiolllo zur Vorspeise.

Der Abend wurde nicht sehr lange, alle waren müde und gingen vor 12uhr bereitwillig ins Bett. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass unsere treuen Ehemänner vor lauter Sehnsucht nicht in der Lage waren, ausgiebig Party zu machen. Obwohl sich Hangi als Animateur alle Mühe gab, konnte man die Crew zur nichts mehr begeistern.



Tag 3: Wind > 8bft = Segelfläche < 1qm

Allen war vor der Abfahrt Richtung Fuerte klar, dass das eine schwierige Überfahrt werden wird. Zuerst gings noch entlang der Küste von Gran Canaria, quasi ohne Wind. Erst nachdem wir den Windschatten der Insel verlassen hatten, frischte der Wind ein „bisschen“ auf. Die Flüssigkristalle der Anzeige des Windmessers war beinahe zu langsam um die extreme Steigerung überhaupt anzuzeigen. Wir hatten Ruckzuck 6-7bft Wind auf der Nase. Leider eben auf der Nase und nicht so, dass man tatsächlich hätte segeln können. Auch die Wellen trafen uns frontal und oft war man sich nicht sicher, ob das Schiff demnächst in der Mitte auseinander brechen wird. Glücklicherweise hielt das Material den Strapazen stand und es ging nichts zu Bruch. Zum Segeln kamen wir nicht, der Motor war die ganzen 85nm in Betrieb.

Ein von den anderen Crewmitgliedern ziemlich schräg angesehener Teil der Mannschaft hat die Überfahrt mit Schlafen bzw. Rumliegen verbracht. Der andere Teil hat sich einen Stehmarathon vorgenommen und erlaubte sich nicht mal während den rund 13h sich kurz hinzusetzen. Eine andere Art von Oberschenkeltraining, aber bestimmt sehr effizient. Nass wurde man auf Deck so oder so, egal wo man sich versteckte. Geschätzte 200l Wasser fluteten unsere Schiff pro Minute, so dass heute alles mit einer 1mm dicken Salzkruste überzogen ist aber dafür wieder blitzblank sauber. Die Seekrankheit liess uns glücklicherweise ziemlich in Ruhe und allen ging es verhältnismässig gut.

Nach rund 13h war der Hafen dann in Sichtweite. Jedoch mit satten 8-9bft Wind, was die Sache nicht erleichterte. Das Anlegemanöver war dementsprechend schwierig und dauerte auch gefühlte 5h. Es hat dann aber doch geklappt und nebst einem kleinen Kratzer (der bestimmt schon vorher dort war) am Schiff ist nichts passiert, trotz Finsternis und Starkwind.

Kaum war das Schiff einigermassen gut am Steg vertäut, fing die excellente Bordküche mit den Vorbereitungen für das Nachtessen an. Einige Flaschen Wein später und rund 1.5kg Penne mit Peperoni-Pilz-Zwiebel-Tomaten Sauce, gings dann flott ins Bett. Es dauerte keine 2 Minuten, fing das Knurren in den Kabinen bereits an. High-Speed-Einschlafen, Insomnia-Geplagte können davon nur träumen.

Tag 2: Weit und breit nur harti sieche
Das gleichmässige Knurren aus den Kabinen heute morgen hatte eine sehr beruhigende Wirkung. Offenbar auch auf die Knurrer selbst, weshalb erstaunlicherweise keiner der alten Hasen früh aufstehen wollte. Ausnahmsweise war der Jüngste als erster an Deck und kümmerte sich um den Blog Beitrag für den gestrigen Tag.

Nach dem Frühstück und den Waschprozedere der Einzelnen wurde es dann trotzdem hektisch. Hangi wollte um 8:30 los, also hopp, den Blogbeitrag kann man auch Abends noch hochladen.

Die Fahrt ging gemütlich los, solange wir uns im Windschatten von Tenerife aufhielten. Sobald wir die offene See erreichten, änderte sich das aber schlagartig. Mit 5-7bft Wind konnten wir ein ganz ansehnliches Tempo aufweisen. Die 50nm konnten wir dadurch in ca. 7h bewältigen und waren schon um 16h im Puorto de Mogan.

Es gibt leider einen herben Verlust zu verzeichnen. Die Action Cam die beim Cockpit montiert wurde um für unsere Blogleser interessante Bilder aufzuzeichnen, musste nach max. 30Min unterwegs, bereits das zeitliche segnen. Wir verzichten auf Schuldzuweisungen, trotzdem soll nicht unerwähnt bleiben, dass eine gefühlte Ewigkeit verstrich bis das Grosssegel gesetzt war und bei dieser Aktion musste die Kamera leider dran glauben.

Wir legen deshalb eine Schweigeminute ein und gedenken an die tolle Kamera die ihr Leben noch nicht wirklich leben konnte.



Am Puerto de Mogan begrüsste uns das Schinkenbrot (Insider). Wir haben diesmal den Fehler nicht gemacht uns nicht per Funk anzumelden. Vermutlich war der Verantworliche deshalb sehr gesprächsbereit und hat uns sofort einen guten Platz gewiesen. Der Einweiser hat sein Spitznamen „Schinkenbrot“ absolut verdient. Mit weniger Krafteinsatz kann man ein Bot vermutlich nicht in die richtige Position ziehen.

Das Hafenmanöver war stressfrei und die ersten Ankerbiere somit schnell offen. Hier fanden wir dann auch die ganze Boote, auf dem Meer war ausser uns ja wirklich niemand.

Nach Apero und Bierchen, sind wir dann Richtung Restaurant losgezottelt. Wieso es das Gleiche sein musste wie beim letzten Jahr bleibt ungeklärt, gut wars auch dieses Mal nicht (Fleisch wurde nicht nur tot gegart sondern eher mumifiziert. Der Fisch glich dem Jerky Meet, einfach ohne Geschmack, die Tapas waren wohl Reste vom Mittagessen). Nach dem Essen gabs noch einen kurzen Spaziergang im Hafen um noch in einem anderen Lokal für einen Schlummertrunk einzukehren.

Nun ist Mitternacht und bereits sind alle im Bett. Morgen gehen wir weiter nach Fuerte, wo wir Roli aufladen, den wir spontan dazu überreden konnten, Timos Lücke zu füllen.

Bilder und Videos werden nachgeliefert, dafür ist heute keine Zeit mehr da…

Tag 1: Anreise, Ankunft, etc.

Dieser Turn ist bereits vor der Abreise in der Schweiz ein Abenteuer. Nachdem Serge, verständlicherweise nicht teilnehmen kann, hat sich Timo bereit erklärt die Lücke zu füllen. Nun kann Timo jedoch trotzdem nicht und jetzt sind wir nur zu 7 (mehr Platz auf dem Boot, also kein Stress). Wir wollen nicht näher auf die Umstände eingehen, bereuen wird er diesen Entscheid so oder so.

Nun denn, grundsätzlich kennt man sich ja schon und für die wo das nicht zutrifft, gabs eine kurze Vorstellungsrunde am Flughafen. Der Flug war stressfrei aber auch nicht spektakulär, trotzdem erfolgte die Landung wieder einmal unter tösendem Applaus. Es wurde ja inzwischen rausgefunden, wieso die Landungen heutzutage öfters ziemlich hart sind. Das erklärt sich folgendermassen:

Tower zu Pilot: „Bist ein wenig hart aufgeschlagen he?“
Der Pilot: „Sie klatschen ja trotzdem.“

Nach der Landung das Gepäck gekrallt und los Richtung Taxistand. Organisiert wie wir sind, wurde bereits eingeteilt, wer zum Schiff fährt und wer vorher einkaufen geht. Inkonsquent wie wir sind, wurde es dann doch nicht so umgesetzt. Der Taxifahrer (Harter Fakt: diejenigen ohne Zähne können garantiert kein Englisch, diejenigen mit Zähne meistens aber auch nicht) hat mit Müh und Not verstanden, dass wir gerne in den Supermarkt möchten und zwar in einen möglichst grossen, er dann warten soll und wir nach ca. 1h mit den Einkäufen wieder da sind, damit er uns zum Hafen fahren kann.

Einkaufwert: 350.- Euro (Alkoholanteil: ca. 40%)

Das Boot war inzwischen bereits gecheckt und bereit zur Übergabe. Wir sollen dieses Jahr das schnellste Boot gekriegt haben, über das die Charterfima verfügt. Bei den aktuellen Windprognosen kann uns das zu ungeahntem Tempo verhelfen, werden wir aber noch sehen.

Nachdem auch der Proviant eingeräumt war, gabs das erste Bierchen mit ein weng Aperogebäck. Laurent scheint eine sehr gute Nase für sowas zu haben. Der Kuchen den Laurent im Supermarkt noch aussuchte, war fantastisch. Danach gings ab in ein Restaurant um das erste Nachtessen einzunehmen. Auf dem Weg dahin kamen wir noch an einem kleinen Shop vorbei, welcher es ermöglichte, unsere spanische PrePaid Karte aufzuladen, wir sind also bereits zu beginn zuverässig und günstig online um fleissig am Blog zu arbeiten. Auch dieser nette Spanier in seinem Minishop hat die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.

Shopbetreiber: “ You can recharge from 10-300 Euros.“
Ich: „How much Data-Traffic do I get for 30 Euros?“
Shopbetreiber: „I don’t know.“

Hmmm, da muss man sich nicht mehr fragen, wieso Spanien kein Wirtschaftswunder ist.

Da bereits letztes Jahr einen Teil der Restaurants an diesem Spot als „UNBRAUCHBAR“ aus der Auswahl ausscheiden mussten, fiel die Wahl auf ein chinesisches Restaurant das wir noch nicht kannten. Das Essen war zufriedenstellend und wären wir nicht gegangen, hätten die Kellner wohl bald versucht uns das Bier intravenös zu verabreichen. Ich war mir nicht sicher ob die vielleicht sogar eine Wette laufen hatten in der Küche, die Bedienung war zumindest sehr „zuvorkommend“, wenn es um die Lieferung des nächsten Bierglas ging, obwohl der bestehende noch 2/3 voll war.

Morgen gehts dann weiter, der erste Segeltag steht an und die Windprognosen sind spitze: 5 -7 aus Nordost.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 28. Juni 2012 um 11:05 Uhr

Movies auf youtube vom Toern April 2012 Kanaren

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